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Astrofotografie-Guide: Einstieg & Basiswissen für Planung, Fotografie sowie Entwicklung von Milchstraßenfotos

Zuletzt aktualisiert am 23.09.2023 von Hendrik


Milchstraße auf ihrem jährlichen Höhepunkt im Juni. Sony Alpha 6400 und Samyang 12mm f/2.
Milchstraße auf ihrem jährlichen Höhepunkt im Juni. Sony Alpha 6400 und Samyang 12mm f/2.

Du bist ganz am Anfang Deiner Begeisterung für Landschafts-Astrofotografie und möchtest den ersten Schritt wagen? Oder hast Du bereits erste Erfahrungen gesammelt und möchtest Dein Wissen vertiefen?

Auf dieser Seite gibt es eine Zusammenfassung der wichtigsten Basics der Astrofotografie, die ich mir in den letzten Monaten erarbeitet habe.

Angefangen von der Planung, über die richtige Kamera und ihre Einstellungen bis hin zur Bildentwicklung findest Du hier viele weiterführende Informationen, die Dir hoffentlich bei Deinem Vorhaben, die Milchstraße oder den Sternenhimmel zu fotografieren, weiterhelfen werden.

Planung und Rahmenbedingungen

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Eine gute Planung ist das A und O bei der Fotografie der Milchstraße. Zunächst einmal schadet es nicht, sich im Vorfeld über den Standort zu informieren und zu wissen, wann die Milchstraße überhaupt zu sehen ist und wie die regionalen Rahmenbedingungen aussehen.

Wertvolle Details hierzu erfährst Du im Beitrag Standortsuche und Planung von Milchstraßenfotos in lichtverschmutzten Regionen.

Sofern Du wissen möchtest, wann die Milchstraße im Jahresverlauf in Deutschland zu sehen ist, lege ich Dir wiederum den Beitrag Milchstraße im Jahresverlauf: Wann am besten fotografieren? ans Herz.

Oder wirf gleich einen Blick in meinen Blog-eigenen (experimentellen) Planer zur Fotografie der Milchstraße und erfahre dort, wie die aktuellen Sichtbedingungen und das optimale Zeitfenster zur Fotografie unserer Heimatgalaxie sind.

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Kamera und Ausrüstung

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Welche KameraBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] Du mindestens zur Astrofotografie benötigst und wie Du Deine Kamera richtig einstellst, wird im Beitrag Astrofotografie: Kameraeinstellungen für Milchstraße und Sternenhimmel ausführlich erklärt.

So viel sei bereits vorab gesagt: Astrofotografie ist günstiger, als man zunächst denkt.

Mit vielen herkömmlichen KamerasBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] lässt sich Astrofotografie realisieren. Der Sensor sollte dafür mindestens 1″ groß sein und alle Einstellungen der Kamera müssen sich manuell einstellen lassen. Sofern die Kamera dann noch über ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv mit weniger als 24mm Brennweite (Kleinbild-Äquivalent) und einer Maximalblende von mindestens f/2.8 verfügt, bist Du bereits auf der sicheren Seite.

Angefangen habe ich bspw. mit meiner kleinen Sony RX100IV, die ich mittlerweile durch eine Sony Alpha 6400 ersetzt habe. Mit beiden Kameras konnte ich tolle Ergebnisse erzielen und die RX100 eignet sich perfekt für den Einstieg in die Materie, da sie weit verbreitet ist und viele sie bereits besitzen dürften.

Inzwischen hat sich noch die Sony Alpha 7 III hinzugesellt und die RX100 musste gehen, da ich sie spätestens seit der Alpha 6400Bei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] nicht mehr benutzte.

Im Beitrag Astrofotografie: Welches Objektiv? wird die Frage behandelt, welche Eigenschaften ein Objektiv erfüllen muss, damit es für die Astrofotografie geeignet ist.

Seit ich meine Alpha 6400 besitze, verwende ich im Wesentlichen die Objektive Samyang 12mm f/2 (bzw. das Walimex 12mm f/2) , Sony SEL-35F18 und (selten) das Viltrox 23mm f/1.4. Insbesondere mit dem Samyang konnte ich bereits sensationelle Ergebnisse erzielen.

Für die Sony Alpha 7 III leistet das SEL20F18GBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] hervorragende Dienste in Sachen Astrofotografie. Wenn es mal etwas „näher dran“ sein muss, dann verwende ich auch gerne das Sony SEL55F18Z.

Unbedingt beachtet werden sollte bei der Objektivwahl die 500er-Regel oder besser noch die wesentlich genauere NPF-Formel, um Sternenspuren durch zu lange Belichtungszeiten zu vermeiden.

Tipp: Verwende den NPF-Rechner, um die optimale Belichtungszeit für Deine Kamera und Dein Objektiv auszurechnen!

Welches ZubehörBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] ansonsten noch für die Landschafts-Astrofotografie hilfreich ist, wird im Beitrag Astrofotografie: Benötigte Ausrüstung beschrieben.

Weiterführende Informationen:


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Entwicklung der Astrofotos

Sind die Astrofotos erst einmal im Kasten, geht es ans Eingemachte: Der Entwicklungsprozess beginnt.

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Vielleicht hast Du schon auf meinen Seiten gelesen, dass ich meine Fotos vorwiegend mit den Freeware-Tools darktable, Sequator und GIMPBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] entwickle.

Daher liegen dort die Schwerpunkte meines Wissens und meiner Beiträge.

Bis ich meine Workflows soweit perfektioniert hatte, dass wirklich gute Aufnahmen dabei herauskamen, vergingen Wochen und Monate. Umso wichtiger ist es mir, dieses Wissen mit anderen zu teilen und ihnen diesen umständlichen Weg zu ersparen.

Dabei habe ich versucht, meine wesentlichen Arbeitsschritte weitestgehend zu standardisieren. Hierzu habe ich bereits das Tutorial Astrofotografie und Milchstraße von A – Z: Tutorial zur Fotografie und Entwicklung mit darktable, GIMP und Sequator verfasst (übrigens das erste dieses Blogs). Dieses bildet sozusagen den Grundpfeiler der Entwicklung von Astrofotos, wurde jedoch inzwischen mit einigen zusätzlichen Tricks und Optimierungen verfeinert.

Die wesentlichen Arbeitsschritte des zuvor genannten Tutorials umfassen:

  • Vorbereitung der RAW-Dateien in darktable: Stacking, d.h. die Überlagerung mehrerer Aufnahmen zur Reduzierung des Bildrauschens ist ein wesentlicher Bestandteil meines Workflows. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, müssen grundlegende Vorarbeiten wie die Entfernung chromatischer Aberrationen oder Hotpixels in darktableBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] erfolgen.
  • Stacking mit Sequator: Mit dem kostenlosen Tool Sequator findet anschließend der Stacking-Prozess statt. Die Ergebnisse sind phänomenal und starkes Bildrauschen durch hohe ISO-Werte verliert seinen Schrecken. Ist Dir die Anleitung zu lang, empfehle ich das Tutorial zum Stacking mit Sequator in 5min. Dieser Schritt ist quasi optional. Wenn Du nicht mit Stacking arbeitest, kannst Du direkt mit dem nächsten Punkt weitermachen. Ich empfehle in diesem Fall dennoch, die Schritte zur Vorbereitung in darktable (chromatische Aberrationen und Hotpixels)entfernen durchzuführen, da diese in jedem Fall der Bildqualität zugute kommen.
  • Entwicklung in darktable: Nach dem Stacking beginnt die eigentliche EntwicklungBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] in darktable. Im Wesentlichen dreht sich alles um die richtige Belichtung, den korrekten Weißabgleich und die Verstärkung des Kontrasts der Milchstraße, ohne das Bildrauschen aus den Augen zu verlieren.
  • Feinschliff in GIMP: Nachdem die wesentlichen Entwicklungsschritte in darktable abgeschlossen wurden, geht es an den Feinschliff. Kontrast und Sättigung werden hier nochmals feinjustiert. Durch die Freistellung von Vorder- und Hintergrund mit dem Ebenenmodell in GIMPBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] und deren separate Entwicklung kann der Dynamikumfang von Astrofotos nochmals deutlich erhöht werden.

Mit den vorangehenden Schritten lassen sich bereits sehr gute Ergebnisse erzielen.

Ergänzend hierzu noch einige weiterführende und darauf aufbauende Beiträge, um noch bessere Ergebnisse zu erzielen:

Du möchtest nicht mit Freeware-Tools arbeiten, sondern verwendest bereits Adobe LightroomBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link]? Kein Problem. Auch dafür gibt es mittlerweile ein Tutorial auf meinem Blog: Adobe Lightroom: Milchstraße bearbeiten und entwickeln

Einen Vergleich der beiden Tools darktable und Adobe Lightroom gibt es im Posting Lightroom Classic vs. darktable: Qualitätsvergleich Astrofotografie / Milchstraße.

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Ergebnisse

Ergebnisse, d.h. final entwickelte Fotos, findest Du zur Genüge auf meiner zentralen Seite zur Milky Way Challenge oder in meiner Galerie.

Dort veröffentliche ich regelmäßig neue Astrofotos, die ich jeweils mit dem aktuellen Workflow entwickeltBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] habe.

Fazit

Das war der Abriss über die wichtigsten Themen der Landschafts-Astrofotografie.

Ich werde sicher noch viele andere Tutorials schreiben und diese hier ergänzen.

Sollten Dir wichtige Informationen fehlen, dann teile mir dies gerne mit (bspw. mit einem Kommentar unter diesem Beitrag).


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