Milchstraße im April. Sony Alpha 7 III mit Sony SEL24F14GM.
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Milky Way Challenge 2021 (Teil 1/3): Juni-Milchstraße fotografiert. – Check!

Zuletzt aktualisiert am 04.10.2021 von Hendrik


Wie schon in den Beiträgen Milky Way Challenge 2021: Milchstraße fotografieren im Juni und Milchstraße im Juni: Check! angekündigt, hatte ich im Rahmen meiner Milky Way Challenge 2021 diesmal bereits Anfang Juni Erfolg.

Nach einer extrem langen Durststrecke mit permanent schlechtem Wetter ist es mir im Mai bspw. nur auf den letzten Drücker – und wenige Tage vor dem Shooting der Juni-Milchstraße – gelungen, unter widrigen Umständen (= Mond) die Mai-Milchstraße zu fotografieren.

Dank Hoch Waltraud hatten wir jedoch in Süddeutschland für etwa eine Woche bestes Wetter, keine Wolken und somit hervorragende Voraussetzungen zur FotografieBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] der Juni-Milchstraße.

Kommt noch dazu, dass der Juni der Höhepunkt der Milky Way Hunting Season ist: In keinem anderen Monat steht das galaktische Zentrum höher am Horizont.

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Das kurze Zeitfenster mit perfektem Wetter habe ich daher genutzt und die Juni-Milchstraße fotografiert. – Auch wenn es mich diesmal wirklich Überwindung kostete, mitten in der Arbeitswoche gegen 0 Uhr aufzubrechen. 😎

Aber: Es hat sich absolut gelohnt! Ich war etwa drei Stunden unterwegs und kam mit mehr als 300 Aufnahmen nach Hause.

Nach den eisigen Temperaturen im Februar war ich diesmal bei äußerst angenehmen 15°C unterwegs. Irgendwann musste es ja endlich auch mal wärmer werden, nachdem ich sogar bei der Aufnahme der April-Milchstraße noch mit Minusgraden zu kämpfen hatte.

Da ich mit Stacking arbeite und für ein Bild zwischen 15 und 30 Aufnahmen anfertige, entstanden letzten Endes 8 Aufnahmen. Für „Astroverhältnisse“ eine hervorragende Ausbeute und bisher mein „Rekord“.

Das sind sogar so viele, dass ich mich dazu entschieden habe, zwei Beiträge zu veröffentlichen, da ich nicht mit dem Entwickeln und Schreiben hinterher komme. 😉

Kurz zur Ausstattung: Wie sonst auch zog ich mit meiner Sony Alpha 6400 und dem Samyang 12mm f/2 los, hatte jedoch auch mein Sony SEL-35F18 im Gepäck, mit dem ich – wie schon im Vormonat – ein paar weitere Experimente wagte.

Los geht’s mit den Bildern…

Juni-Milchstraße #1: Warmup

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Milchstraße mit Sony Alpha 6400 und Samyang 12mm f/2, 18mm, 15 x 20sec, f/2.8, ISO 3200

Das erste Motiv meiner Tour entstand kurz nach Ende der astronomischen Dämmerung gegen 00:30 Uhr. – Sozusagen zum Warmwerden. 😉

In der linken Bildhälfte ist etwas Lichtverschmutzung durch eine angrenzende Ortschaft zu sehen. Dennoch sind die Resultate erstaunlich, wenn man bedenkt, dass ich mich in einem Gebiet der Bortle Klasse 4 befand.

Die Milchstraße kommt hier bereits sehr gut zur Geltung, wenngleich das galaktische Zentrum zu dieser Zeit noch nicht zu sehen war und sich mit etwa 7° am Horizont noch hinter den Bergen befand.

Wie immer habe ich dieses und alle nachfolgenden Fotos mit meinem Standardworkflow entwickelt:

  1. Vorbereitung in darktable: Entfernung toter Pixel und chromatischer Aberrationen
  2. Stacking in Sequator: Durch den Stacking-Prozess lässt sich das Bildrauschen im Himmel, das wegen des APS-C-Sensors meiner Sony Alpha 6400Bei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] bei ISO 3200 bereits deutlich sichtbar ist, signifikant reduzieren.
  3. Nachbearbeitung in darktable: Die Arbeitsschritte umfassen im Wesentlichen die Korrektur der Belichtung, des Weißabgleichs, der Sättigung sowie die Verstärkung des Kontrasts der Milchstraße.
  4. Feinschliff in GIMP: Hier geht es im Wesentlichen um die Freistellung von Vorder- und Hintergrund, um einen höheren Dynamikumfang zu erzielen. Zusätzlich habe ich mithilfe des Werte-Moduls den Kontrast des Himmels nochmals verstärkt.

Beim Vordergrund habe ich bei diesem und bei den nachfolgenden Bildern des Beitrags mit einer neuen Stacking-Methode gearbeitet, welche das Bildrauschen dramatisch reduziert und die Bildqualität förmlich in eine neue Dimension katapultiert. Klingt gut, oder? 😉 Hierzu werde ich in Kürze einen separaten Beitrag veröffentlichen und diesen dann hier verlinken. Hier geht es zum Beitrag: Astrofotografie mit GIMP: Meilenstein zur Rauschreduzierung des Vordergrunds mit Stacking

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Juni-Milchstraße #2

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Milchstraße mit Sony Alpha 6400 und Samyang 12mm f/2, 18mm, 15 x 20sec, f/2.8, ISO 3200

Nachdem die ersten Aufnahmen im Kasten waren, ging es ein Stückchen weiter zur nächsten Location.

Praktischerweise fand ich dieses Jahr beim Shooting der April-Milchstraße bzw. bei der Planung dieses Shootings heraus, dass sich die im Hintergrund sichtbaren Berge perfekt zur Astrofotografie eignen: Weder davor noch dahinter befinden sich störende Lichtquellen, es gibt daher nahezu keine Lichtverschmutzung. – Und das, obwohl diese Region der Bortle Klasse 4 angehört.

Das Aufnahme- und Entwicklungsprocedere war ansonsten identisch zum ersten Bild.

Da das FotoBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] etwas später gegen 01:00 Uhr entstand, war das galaktische Zentrum bereits ca. 10° über den Horizont gestiegen und ist im Bild oberhalb der Berge sichtbar.

Juni-Milchstraße #3

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Milchstraße mit Sony Alpha 6400 und Samyang 12mm f/2, 18mm, 30 x 20sec, f/2.8, ISO 3200

Annähernd die gleiche Location und die gleiche Uhrzeit, aber ein anderes Motiv.

Da ich es mag, die vielen Landwirtschaftswege in der Region in Szene zu setzen, durfte natürlich eine solche Aufnahme nicht fehlen.

Analog zu den ersten beiden Aufnahmen ist die Milchstraße klar und mit allen Details erkennbar.

Juni-Milchstraße #4: Sagittarius A*

Das galaktische Zentrum der Milchstraße mit Sony Alpha 6400 und Sony SEL-35F18, 50mm, 30 x 8sec, f/2.5, ISO 6400
Das galaktische Zentrum der Milchstraße mit Sony Alpha 6400 und Sony SEL-35F18, 50mm, 30 x 8sec, f/2.5, ISO 6400

Wie schon bei der Aufnahme der Fotos für die Mai-Milchstraße habe ich erneut mein Sony SEL-35F18 montiert und eine ganze Reihe an Fotos gemacht. Im Gegensatz zum Mai wusste ich diesmal jedoch, welche Einstellungen zum Erfolg führen würden.

Wegen des hohen ISO-Werts von 6400 wollte ich auf Nummer Sicher gehen und lieber zu viele, als zu wenige Aufnahmen machen, um das Bildrauschen in Schach zu halten.

Das ist mir auch ganz gut gelungen. Entstanden ist ein wunderschönes Bild des galaktischen Zentrums, das ich ebenfalls mit den zuvor genannten Entwicklungsschritten bearbeitete.

Fazit

Das war’s mit dem ersten Teil der Juni-Milchstraße.

Die Bilder machen den ganzen Frust des Vormonats wieder wett. Tatsächlich finde ich, dass es meine bislang besten Landschafts-Astrofotos sind, die ich hier in meinem Blog veröffentlicht habe.


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Die Bedingungen in dieser Nacht waren perfekt: Die Temperatur war genau richtig – nicht zu kalt und nicht zu warm. Die Sicht war kristallklar und hat Details der Milchstraße offenbart, die ich hier in der Region bisher vergebens suchte.

Die super Bildqualität ist, neben idealem Wetter und Kameraausstattung, nicht zuletzt auf den Entwicklungs-Workflow zurückzuführen. Diesen versuche ich ständig zu optimieren. Wie schon weiter oben erwähnt, konnte ich mit dem Stacking des Vordergrunds nochmals einen erheblichen Qualitätsgewinn realisieren, den ich nicht mehr für möglich hielt.

Die Idee für diese neue Methode kam mir, als ich mit den ersten Resultaten der Juni-Reihe nicht zufrieden war. Der Vordergrund war nach dem Stacking mit Sequator extrem dunkel. Die Anhebung der Helligkeit wurde folglich mit starkem Bildrauschen quittiert. Da ich mich mit diesem Zustand nicht zufrieden geben wollte, wurde ich kreativ… mehr dazu gibt es in Kürze in einem separaten Post. 😉 Hier geht es zum entsprechenden Beitrag: Astrofotografie mit GIMP: Meilenstein zur Rauschreduzierung des Vordergrunds mit Stacking

In einem zweiten Beitrag werde ich vier weitere Aufnahmen veröffentlichen, in denen das galaktische Zentrum mit einer Elevation von 12,4° auf dem diesjährigen Höhepunkt zu sehen ist.


Mein Blog ist kostenlos und macht jede Menge Spaß - aber auch viel Arbeit. Wenn es Dir hier gefällt, kannst Du mich ganz einfach und unkompliziert unterstützen: Klickst Du z.B. auf einen meiner gekennzeichneten [Was ist das?Affiliate-Links] und kaufst dann ein Produkt, erhalte ich eine kleine Provision. Du kannst mir aber natürlich auch gerne direkt eine kleine Spende via Paypal zukommen lassen.

Vielen Dank für Deine Unterstützung!


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2 Kommentare zu „Milky Way Challenge 2021 (Teil 1/3): Juni-Milchstraße fotografiert. – Check!“

  1. Hallo Hendrik !!
    Ich bin erstmal baff von Deinen Super-Fotos und der tollen Website. Eigentlich ist mein Besuch reiner Zufall:
    Hatte heute [Johannistag 2021] auf GMX eine Foto-Gallerie mit Milchstraßen-Fotos* gesehen, dann aus Interesse einfach mal Startpage dafür angeschmissen… und auf Platz 5 war Deine Website…
    Auch finde ich gut, dass Du mit Freeware arbeitest – Darktable und GIMP benutze ich ebenfalls.
    Werde Deine Website ab jetzt wohl gelegentlich aufsuchen und mir erst mal Grundlagen anlesen – vielleicht probiere ich es auch mal irgendwann selbst, falls mein Equipment dazu ausreicht … .
    Danke für Deinen Enthusiasmus, das Teilen von Wissen und die Mühen, die Website-Arbeit mit so sich bringt – bitte weiter so… !!!
    Schönen Gruß,
    Peter aus Rhein-Main
    [hier ist leider die Milchstraße fast nie zu sehen, wegen dem Licht-Smog…]

    *Milky Way Photographer of the Year 2021: Atemberaubende Aufnahmen der Milchstraße

    1. Hi Peter,

      es freut mich sehr, dass Dir mein Blog bzw. meine Website so gut gefällt. Vielen Dank für das sehr positive Feedback! 🙂

      Viele Grüße

      Hendrik

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