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Astrofotografie & Milchstraße: Lightroom Classic vs. darktable

Zuletzt aktualisiert am 29.12.2022 von Hendrik


Richtig gelesen: In diesem Beitrag vergleiche ich beispielhaft zwei meiner Astrofotos, die ich jeweils mit darktable und Lightroom entwickelt habe und gehe auf die wesentlichen Unterschiede ein, die mir direkt zu Beginn aufgefallen sind.

Sony RX100IV, 24mm, 54 x 13sec, f/1.8, ISO 3200 entwickelt mit Adobe Lightroom / Photoshop
Sony RX100IV, 24mm, 54 x 13sec, f/1.8, ISO 3200
entwickelt mit Adobe Lightroom / Photoshop

Ja, ich gebe es zu: Als kürzlich bei Amazon eine Jahreslizenz für Adobe Lightroom CC, Lightroom Classic und Photoshop unglaublich günstig zu erhaschen war, wurde ich schwach und habe zugeschlagen. 🙁 – Zwar habe ich mir zum Ziel gesetzt, meine Fotos nur mit Freeware zu entwickeln, doch schließlich will ich diejenige Software auch mal kennenlernen, zu der es im Netz tonnenweise Tutorials zur Entwicklung von Astrofotos gibt.

Vergleich darktable vs. Lightroom

Das ermöglicht mir einen direkten Vergleich zwischen darktableBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] und Lightroom und ich denke, dass ich bin bei weitem nicht der Einzige bin, den die Unterschiede und Gemeinsamkeiten interessieren. – Schließlich kann man sich im Endeffekt nur so eine halbwegs objektive Meinung bilden, ob Lightroom zurecht als Platzhirsch gilt oder ob darktable Lightroom das Wasser reichen kann. Ich werde daher in Zukunft die Gelegenheit nutzen, und diverse Funktionen der beiden Programme unter die Lupe nehmen.

Letzte Aktualisierung: 21.04.2024 | * Affiliate-LinkWas ist das? | Bilder von der Amazon Product Advertising API

In diesem Beitrag gehe ich zunächst nur auf zwei neu in LightroomBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] entwickelte Fotos ein, die ich mit meinen noch bescheidenen Adobe-Kenntnissen bearbeitet habe.

Usability

Bei meinen ersten Berührungspunkten mit Lightroom fiel mir direkt auf, dass die Eingewöhnung erstaunlich schnell vonstatten geht. Einerseits ist die Software nicht zu Unrecht berühmt für ihre sehr gute Usability, andererseits lassen sich darktable-Kenntnisse ziemlich leicht übertragen.

Im umgekehrten Fall würde ich das aber nicht unterschreiben. Sprich: darktableBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] ist deutlich komplexer und schwieriger zu bedienen. Dort erledigen zahlreiche Module das, was in Lightroom mit einer Handvoll Einstellungen umgesetzt werden kann. Meiner Meinung nach dürfte Lightroom-Anwendern der Switch zu darktable schwerer fallen bzw. gewöhnungsbedürftiger sein.

Das soll aber nicht heißen, dass mit darktable nicht ähnliche Ergebnisse erzielt werden können.

Unterschiede im Detail

So habe ich bei meinem ersten Kontakt mit LR tatsächlich direkt den darktable Kontrast Equalizer vermisst. Dieses mächtige Modul bildet normalerweise die Grundlage, um insbesondere die Milchstraße auf meinen Fotos herauszuarbeiten (siehe u.a. den Beitrag Schritt 3: Nachbearbeitung von Astrofotos der Milchstraße mit darktable im Tutorial Milchstrasse fotografieren und entwickeln mit darktable, GIMP und Sequator).

Da ich die Kontraste wegen der gewöhnlich auf meinen Fotos teilweise vorhandenen Lichtverschmutzung recht intensiv mit dem Kontrast Equalizer erhöhe, steht leider eine solche Möglichkeit in Lightroom nicht direkt zur Verfügung.

Dort muss man sich wiederum mit der Kombination diverser Einstellungen wie Tiefe, Weiß, Schwarz, Kontrast, Klarheit und mehreren verschiedenen Filtern behelfen.

Die Ergebnisse sehen „anders“ aus – zwangsläufig natürlicher und feiner gezeichnet, da die starke Kontrastverstärkung nicht möglich ist.

Dadurch, dass sämtliche Einstellungen tlw. nur marginal verändert werden und erst in Kombination zueinander wirken, ist die EntwicklungBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] bzw. Herausarbeitung der Milchstraße anfangs sehr ungewöhnlich und bedarf jeder Menge Experimentierfreude. – Allerdings sei erwähnt, dass es mir anfänglich mit darktable auch nicht anders ging.

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Vergleichbare Ergebnisse, wie ich sie gewöhnlich in darktable erziele, habe ich ganz zu Beginn bisher nicht erreicht. Umgekehrt glaube ich jedoch, dass sich die Lightroom-Ergebnisse auch 1:1 nach darktable übertragen lassen.

Lightroom zwingt zum Umdenken

Dass heißt jedoch nicht, dass ich die Lightroom-Resultate schlechter finde. Ganz im Gegenteil zwingt das Nicht-Vorhandensein eines vergleichbaren Instruments wie im Falle des Kontrast Equalizers zum Um- bzw. Überdenken der bisherigen Fotos. – Hier bin ich wieder an dem Punkt angelangt, an dem ich über den (meinen) Entwicklungsstil des Sternenhimmels nachdenke: Gefällt mir ein natürlicherer Look nicht doch besser, als ein kontrastbetonter Ansatz? Im Moment schlägt das Pendel jedenfalls in diese Richtung. 😉

Betrachte ich die Lightroom-Bilder direkt im Vergleich, kommen mir die mit darktable entwickelten Aufnahmen beinahe plump vor. Die mit LR entwickelten sind viel filigraner, d.h. feiner gezeichnet und enthalten mehr Details.

Letztendlich ist aber auch das wieder schlichtweg Geschmackssache.

Was fiel mir sonst noch auf?

Die Geschwindigkeit von Lightroom ist im direkten Vergleich sensationell. Keine Wartezeit bei Anwendung von Änderungen. Bei darktable muss man da schon die OpenCL-Unterstützung mit einer potenten Grafikkarte aktivieren, um annähernd vergleichbare Geschwindigkeiten zu erzielen.

Darüber hinaus ist der Ansatz in Lightroom ein anderer: Während in Lightroom Filter wie bspw. Ellipsen, Kreise, Verläufe etc. ausgewählt und für diese Filter dann alle Feinseinstellungen vorgenommen werden können, verfolgt darktable genau den gegengesetzten Weg: Dort können Filter nur für jedes Modul separat eingesetzt werden.

Möchte man bspw. Belichtung, Schwarzwert und Kontrast einer anpassen, fügt man in Lightroom einen neuen Filter für einen bestimmten Bereich hinzu und passt die Werte für diesen Filter an.

In darktable dagegen muss jedes Modul einzeln aktiviert und für jedes Modul separat der jeweilige Filter bzw. die jeweilige Form festgelegt werden. Allerdings kann man sich in darktable dank einer Art Vererbung von Formen behelfen und das Vorgehen ist nicht so kompliziert, wie es sich zunächst anhört.

Hier nun ein Bild der Februar-Milchstraße, das ich mithilfe von Lightroom und Photoshop entwickeltBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] habe:

Milcchstraße mit Lightroom und Photoshop entwickelt; Sony Alpha 6400, Samyang 12mm f/2, 20 x 15sec, f/2.8, ISO 3200
Sony Alpha 6400, Samyang 12mm f/2, 20 x 15sec, f/2.8, ISO 3200

Die Details im Himmel bzw. die Sterne sind sehr filigran und im Band der Milchstraße sind feinste Strukturen zu erkennen.

Das ist schon sehr beachtlich und mir gefällt der Look.

Im direkten Vergleich mit darktable sehen die beiden Fotos so aus:

Fazit

Zunächst einmal hat jedes FotoBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link], wie ich schon oben schrieb, seinen eigenen Stil: Lightroom sehr filigran, darktable mit kräftigem Kontrast. darktable kann aber auch „filigran“, in Lightroom habe ich bisher jedoch keinen Ersatz für die extreme Kontrastverstärkung von darktable gefunden.

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Ich möchte nochmals betonen: Beides ist wiederum Geschmackssache und das heißt nicht, dass eine der beiden Anwendungen besser oder schlechter wäre.

Ich bin sehr gespannt auf die Erfahrungen, die ich in nächster Zeit mit dem Gespann Lightroom und Photoshop machen werde und freue mich auf zahlreiche Beiträge, in denen ich die beiden mit darktable und GIMPBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] vergleichen werde.

Du kannst schon einmal gespannt sein! 🙂


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