Nach etwa einem Monat Pause fand ich im Juni, in der letzten Nacht mit halbwegs passablen Bedingungen (Mond!), Gelegenheit, mich in die Nacht hinaus zu begeben und mein Glück mit der Milchstraßenfotografie zu versuchen.
Diesmal waren leider keine optimalen Wetterbedingungen vorhergesagt: Je nachdem welcher Wettervorhersage ich Glauben schenkte, waren die Bedingungen mal gut, mal wolkig.
Da jedoch der Mond schon wieder zu 30% ausgeleuchtet war und recht spät untergehen sollte, war die Nacht vom 11. auf den 12. Juni die letzte Gelegenheit, das galaktische Zentrum vor die Linse zu bekommen.
Als ich gegen 23:30 Uhr aufbrach, war es für diese Jahreszeit mit 12°C schon recht frisch.
Oh Schreck: Die Wolke
Kaum dass ich außerorts war, sah ich sie: Eine einzige Wolke war förmlich an den Himmel geheftet – und zwar genau vor dem galaktischen Zentrum. 😉
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Ich wollte schon frustriert den Rückweg antreten, gab mir aber nochmals einen Ruck und beschloss abzuwarten, bis sich die Wolke wieder verzogen hatte. Leider jedoch stellte sich heraus, dass diese recht unbeweglich an Ort und Stelle (und nach wie vor genau vor dem galaktischen Zentrum) verharrte:
Die Einzelaufnahme finde ich eigentlich recht schön, auch wenn statt der Milchstraße nur DIE Wolke zu sehen ist.
Weiterführendes Thema zum Schlagwort "Milchstraße":
Weiter hoffend, dass es noch aufklaren würde, baute ich zwischenzeitlich meinen Startracker auf, ließ meine Sony Alpha 7 mit montiertem Sony SEL24F14GM von einem zweiten Stativ schon einmal eine Reihe an Vordergrundaufnahmen mit je 120sec Belichtungszeit bei Blende f/2.8 und ISO 640 machen und begann mit dem Einnorden des Star Adventurers.
Letzteres wiederum stellte sich diesmal als extrem schwierig heraus. Der Schraubmechanismus des Star Adventurers raubte mir den letzten Nerv und ich war länger damit beschäftigt, als mir liebgewesen wäre.
Als dann endlich ein paar Vordergrundaufnahmen im Kasten waren und der Startracker richtig eingenordet war, machte ich noch vier weitere Aufnahmen des Sternenhimmels mit identischen Einstellungen wie beim Vordergrund.
Milchstraße hinter Wolken
Das fertige Bild, das nach Entwicklung am PC mit Sequator, Lightroom und Photoshop entstand, ist – angesichts der widrigen Umstände – recht gut geworden:
Wegen der recht hohen Luftfeuchtigkeit und dem Restlicht des untergehenden Monds ist die Milchstraße zwar nicht besonders kräftig zu sehen. Unterm Strich ergibt sich aber ein (für mich) recht stimmungsvolles Bild, bei dessen Anblick ich mich – wie so oft bei meinen Astrofotos – an einen tollen Abend im Frühsommer unter dem Sternenhimmel erinnern werde. 😎
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