Starkes Gewitter im Nordschwarzwald. Sony Alpha 7 iii mit SEL24F18F.
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Schnappschuss: Sommergewitter

Zuletzt aktualisiert am 15.02.2024 von Hendrik


Letztes Jahr setzte ich mir in den Kopf, unbedingt einmal Blitze während eines Gewitters fotografieren zu wollen.

Dazu hatte ich mir extra ND-Filter angeschafft, um nötigenfalls auch am Tag „aktiv“ werden zu können.

Leider stellte ich schnell fest, dass viele Faktoren zusammenspielen müssen und es Glückssache ist, ein „perfektes Gewitter“ zu erwischen bzw. zu fotografieren, bei dem sich auch Blitze zeigen.

Meine jüngsten Versuche am Gardasee waren leider auch nicht von Erfolg gekrönt.

Wie es der Zufall wollte, zog an einem Sonntagabend im Juni von Westen ein kräftiges Gewitter auf – quasi direkt vor meiner Haustür. 🙂

Als die ersten Blitze am Himmel zu sehen waren, ergriff ich die Gelegenheit beim Schopf, montierte meine Kamera aufs Stativ und machte die nachfolgenden Aufnahmen direkt aus dem Fenster.

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In der Motivwahl war ich somit recht beschränkt, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. – Not macht erfinderisch!

Entstanden sind so drei absolut einzigartige Aufnahmen, die man sicher im Leben nicht allzu oft machen kann.

Blitz #1

Gewitter im Nordschwarzwald. Sony Alpha 7 III mit Sony SEL35F18F, 35mm, 2 x 10sec, f/8, ISO 400
Gewitter im Nordschwarzwald. Sony Alpha 7 III mit Sony SEL35F18F, 35mm, 2 x 10sec, f/8, ISO 400

Im ersten der Bilder sind die Blitze direkt am Horizont zu sehen.

Um möglichst viel „Blitz“ zu fotografieren, stellte ich meine KameraBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] auf Intervallaufnahme mit je 10sec Belichtungszeit, Blende f/8 und ISO 400.

Danach ging es an die Entwicklung.

Vorbereitend passte ich in darktable die RAW-Aufnahmen geringfügig an:

  • Der Kontrast wurde etwas erhöht.
  • Ebenso die Sättigung.
  • Abschließend reduzierte ich mittels des Moduls „Objektivkorrektur“ die Verzeichnung und chromatische Aberrationen.

Nach Beendigung der Entwicklungsschritte in darktable exportierte ich die Fotos als TIFF-Dateien, um diese in GIMP weiter zu bearbeiten.

Das Bild oben besteht genau genommen aus zwei Einzelaufnahmen, auf denen es jeweils besonders kräftig blitzte.

Diese habe ich schließlich in GIMPBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] miteinander „verschmolzen“, indem ich für die obere der zwei Ebenen den Ebenenmodus „Nur aufhellen“ wählte (ähnliches Vorgehen wie beim Lightpainting in der Astrofotografie).

Abschließend passte ich noch den Kontrast mithilfe des Kurven-Moduls an und fertig war die erste Gewitteraufnahme.

Blitz #2

Gewitter im Nordschwarzwald. Sony Alpha 7 III mit Sony SEL35F18F, 35mm, 10sec, f/8, ISO 400
Gewitter im Nordschwarzwald. Sony Alpha 7 III mit Sony SEL35F18F, 35mm, 10sec, f/8, ISO 400

Hinsichtlich EntwicklungBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] des zweiten Bilds ging ich analog zu Bild #1 vor.

Allerdings besteht das obige Bild nur aus einer Einzelaufnahme – der Blitz war „prächtig“ genug, sodass ich mir die Kombination mit weiteren „Blitzbildern“ sparen konnte.

Genau genommen gefällt mir dieses Bild besser als Nummer #1.

Blitz #3

Gewitter im Nordschwarzwald, Teil 2. Sony Alpha 7 III mit Sony SEL35F18F, 35mm, 2 x 10sec, f/8, ISO 400
Gewitter im Nordschwarzwald, Teil 2. Sony Alpha 7 III mit Sony SEL35F18F, 35mm, 2 x 10sec, f/8, ISO 400

Wie eingangs erwähnt, war ich hinsichtlich der Motivwahl ziemlich eingeschränkt, weil ich lediglich aus dem (geöffneten!) Fenster fotografierte.

Da ich noch nicht richtig beurteilen konnte, inwiefern sich später die Häuser und Bäume im Vordergrund von Bild #1 und #2 als störend erweisen würden (was sie nicht glücklicherweise nicht taten), passte ich den Bildausschnitt etwas an und fotografierte ausschließlich in den Himmel.

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Von dieser Aufnahmeserie verschmolz ich wiederum zwei Einzelaufnahmen zum obigen Bild, analog wie ich das beim ersten der gezeigten Bilder machte.

So entstand eine ziemlich eindrucksvolle Aufnahme, die ich sicherlich so schnell nicht wiederholen werde können.

Von den drei Bildern ist diese mein Favorit. – Genau genommen ist es sogar eines, wenn nicht gar DAS Lieblingsbild unter all meinen Fotos, die ich bisher machte.

Die Mission „Gewitter fotografieren“ war somit erfolgreich! 🙂

Fazit

Unverhofft kommt oft. – Wenn diese Weisheit auf eine Situation zutrifft, dann auf diese Bilderserie: Ich rechnete weder mit einem solchen Gewitter, noch hatte ich Pläne, es zu fotografieren, noch erwartete ich besonders gute Ergebnisse.

Dennoch entstand am Ende eines der eindrucksvollsten Bilder, die ich bisher machte. – Und das, obwohl ich aus dem Fenster fotografierte.

Daran sieht man, dass sich gute Fotos (oft) nicht planen lassen, sondern auch mit etwas Spontanität und Kreativität entstehen können.


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