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Landschaftsfotografie Guide: Ausrüstung, Einstellungen, Bildkomposition, Tipps & Tricks

Zuletzt aktualisiert am 17.02.2023 von Hendrik


Neben der Low Light– und Astrofotografie mache ich auch gerne Landschaftsaufnahmen bei Tageslicht.

Wenn Wetter und Lichtverhältnisse passen und es interessante Motive gibt, kann man direkt und ohne große Vorbereitung loslegen und wunderbare Fotos machen.

Das ist im Gegensatz zur Astrofotografie ein entscheidender Vorteil. Astrofotos erfordern deutlich mehr Vorarbeit und zusätzlich zu den genannten Voraussetzungen spielen auch noch die Mondphase und die Lichtverschmutzung der Region eine elementare Rolle spielen. Das macht die Angelegenheit relativ komplex.

Landschaftsfotografie bietet da eine willkommene und unkomplizierte Abwechslung. 😎

Um interessante Bilder aufzunehmen, sind dennoch neben den optimalen Kameraeinstellungen auch ein paar Details bei der Bildkomposition wichtig, die aus einem guten erst ein sehr gutes FotoBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] machen. – Wie bei jedem Feld der Fotografie gibt es eben auch hier ein paar Grundregeln zu beachten.


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Auf dieser Seite findest Du daher Tipps und Tricks zur Landschaftsfotografie. – Angefangen bei der nötigen Ausrüstung, über die richtigen Kameraeinstellungen bis hin zu Tipps & Tricks zur Bildkomposition.

Ich hoffe, Dich im ein oder anderen Punkt möglicherweise etwas inspirieren zu können.

Viel Spaß!

Bei Fragen oder Anmerkungen hinterlasse gerne einen Kommentar!


Landschaftsfotografie: Nordschwarzwald im Nebel
Landschaftsfotografie: Nordschwarzwald im Nebel.

Kameraausrüstung

Los geht’s wie so oft mit der notwendigen Kameraausrüstung.

Hier gleich die gute Nachricht: Im Vergleich zur Low Light und Astrofotografie sind die Anforderungen an Deine KameraBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] mitunter am niedrigsten.

Prinzipiell würde ich sogar soweit gehen und behaupten, dass mit beinahe allen verfügbaren Kameras bei guten Lichtverhältnissen hervorragende Landschaftsfotos gemacht werden können. Seien das Handys, Kompakt- oder Systemkameras.

Wichtiger als die Ausrüstung ist in diesem Fall die richtige Motivwahl, die Bildkomposition und die vorherrschenden Lichtverhältnisse.

Kamera

Wie gesagt: Ob System- oder Kompaktkamera spielt keine große Rolle bei der LandschaftsfotografieBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link].

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Wenn Du jedoch möglichst großen Einfluss auf das Endergebnis nehmen und Dich nicht einem der zahlreichen Automatikprogramme der Kamerahersteller ausliefern möchtest, dann empfehle ich dringend, eine Kamera zu verwenden, an der sich alle Einstellungen manuell vornehmen lassen.

Idealerweise solltest Du daher folgende Settings selbst einstellen können:

  • Fokus
  • Blende
  • Belichtungszeit
  • ISO-Wert

Zu den optimalen Einstellungen dieser Parameter komme ich noch weiter unten im Abschnitt „Kameraeinstellungen“ zu sprechen.

Objektiv

Wieder ein eklatanter Unterschied zur Low Light- und Astrofotografie: Das ObjektivBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] muss NICHT besonders Lichtstark sein.

Da die Landschaftsfotografie überwiegend bei Tag stattfindet, spielt die maximale Blende bzw. Blendenöffnung keine entscheidende Rolle.

Die verwendete Brennweite hängt stark vom persönlichen Interesse ab: Möchtest Du viel Landschaft aufs Bild packen, dann empfiehlt sich eine möglichst weitwinklige Brennweite von weniger als 35mmBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] (Kleinbild-Äquivalent).

Jedoch sind nach oben keine Grenzen gesetzt.

Erlaubt ist, was gefällt.

Ich mache bspw. Landschaftsaufnahmen mit allen mir zur Verfügung stehenden Brennweiten: Angefangen von 18mm über 50mm bis hin zu 250mm war schon alles dabei.

Nachfolgend ein paar Beispiele um Dir ein Gefühl für das Aussehen der Bilder zu vermitteln:

18mm

Landschaftsaufnahme mit meinem Samyang 12mm f/2 mit umgerechnet 18mm Brennweite
Landschaftsaufnahme mit meinem Samyang 12mm f/2 mit umgerechnet 18mm Brennweite

18mm sind an meiner Sony Alpha 6400 die kürzeste Brennweite die ich einsetze.

Das Objektiv Samyang 12mm f/2 setze ich vorrangig zur AstrofotografieBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] ein, weiß es aber auch bei der Landschaftsfotografie zu schätzen.

Ich verwende es immer dann ganz gerne, wenn ich neben der Landschaft auch einen großen Teil des Himmels fotografieren möchte. – Seien es interessante Wolkenkonstellationen, Sonnenauf- oder -untergänge.

35mm

Bodensee am Abend mit 35mm.
Bodensee am Abend mit 35mm Brennweite.

Für 35mmBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] kommt immer mein Viltrox 23mm f/1.4 zum Einsatz. Trotz des günstigen Preises macht es erstaunlich gute Aufnahmen und bildet ein super Gesamtpaket.

Die Brennweite ist ein guter Kompromiss und sehr universell einsetzbar. Eine echte „Immerdrauf-Brennweite“ eben. 😉

50mm

Herbststimmung im Nordschwarzwald mit 50mm Brennweite.
Herbststimmung im Nordschwarzwald mit 50mm Brennweite.

Die Normalbrennweite, die in keinem Objektivpark fehlen darf. Hierzu verwende ich das Sony SEL-35F18Bei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link].

Hinsichtlich Motivwahl und Bildkomposition bei der Landschaftsfotografie ist man wegen der (im Vergleich zum Weitwinkel) schon recht langen Brennweite ziemlich eingeschränkt und Bildkompositionen werden mitunter schwieriger.

>50mm

Der Nordschwarzwald versinkt im Nebel, 100mm Brennweite.
Der Nordschwarzwald versinkt im Nebel, 100mm Brennweite.

Wenn die Motive mal etwas weiter weg sind, greife ich auch gern zum Teleobjektiv.

Zwar sind mir meine Festbrennweiten lieber, jedoch bietet sich das Tele insbesondere dann an, wenn man weit entfernte Motive nah heranholen möchte.

Das obige Bild habe ich bspw. von einem Fernsehturm aus gemacht. Mit einem Weitwinkel sah das Motiv im Vergleich folgendermaßen aus:

18mm Brennweite: Ultraweitwinklige Aufnahme des gleichen Motivs wie oben
18mm Brennweite: Ultraweitwinklige Aufnahme des gleichen Motivs wie oben

Ich denke, hier besteht kein weiterer Erklärungsbedarf. Du erkennst den Unterschied zwischen 18mm und 100mm auch so, oder? 😉

Letztlich bleibt die Wahl der Brennweite Dir und Deinen kreativen Ideen überlassen!

Stativ

Wie jetzt? Ein StativBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link], obwohl die Aufnahmen bei Tag entstehen?

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Ein Stativ gehört bei der Landschaftsfotografie zum Pflichtprogramm.

Zwar wird überwiegend bei Tageslicht fotografiert und die Belichtungszeiten sind in der Regel so kurz, dass man auch häufig frei Hand Fotos machen könnte, jedoch hat das Stativ ein paar entscheidende Vorteile:

Größter Vorteil: Du kannst Dich besser auf die Bildkomposition konzentrieren, wenn die Kamera auf einem Stativ montiert wurde.

Ich ertappe mich bspw. immer wieder, dass ich störende Elemente beim Fotografieren ohne Stativ übersehe, die mir dann erst zuhause bei der ersten Sichtung der Aufnahmen auffallen.

Viel zu sehr ist man bei der Freihandfotografie darauf konzentriert, den richtigen Bildausschnitt zu finden und diesen dann auch bis zum Drücken des Auslösers zu halten. Das kann schonmal in in Stress ausarten, was zu übereilten Fotos führt mit den genannten Problemen führt.

Anders bei der FotografieBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] mit Stativ: Man hat quasi alle Zeit der Welt und kann sich in Seelenruhe auf die Bildkomposition konzentrieren.

Zumal natürlich bei Verwendung längerer Brennweiten oder bei der Fotografie in dunkleren Lichtverhältnissen (bspw. Sonnenuntergang) die Belichtungszeiten auch mal länger und ein StativBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] somit absolut notwendig werden kann.

Fazit: Nimm ein Stativ mit zur Landschaftsfotografie, wann immer Du die Möglichkeit dazu hast!

Filter

Filter sind kein Pflichtgegenstand in Deiner Ausrüstung, jedoch kann man mit diversen Schraub- und Rechteckfiltern tolle Effekte erzeugen.

So lassen sich bspw. mit Polfiltern Gegenstände (vorrangig Wasserflächen) entspiegeln, sodass das Bild harmonischer wirkt harmonischer.

Mit Graufiltern lassen sich bei Tageslicht die Belichtungszeiten auf mehrere Sekunden in die Höhe schrauben. Dieser Effekt lässt sich gezielt einsetzen, um den Fotos entweder Ruhe oder Dynamik zu verleihen. Ein anderes Anwendungsszenario ist, bei der Fotografie belebter Plätze, Menschen verschwinden zu lassen. Durch deren Bewegung werden sie auf einer Langzeitbelichtung quasi unsichtbar.

Das nachfolgende Foto stellt ein Beispiel einer solchen Langzeitbelichtung dar. Wie Du sehen kannst, ist die Wasseroberfläche des Sees spiegelglatt:

Aufnahme mit Graufilter. Durch die lange Belichtungszeit erscheint die Wasseroberfläche spiegelglatt.
Aufnahme mit Graufilter. Durch die lange Belichtungszeit erscheint die Wasseroberfläche spiegelglatt.

Verlaufsfilter ermöglichen schließlich, den Himmel abzudunkeln und den Vordergrund normal zu belichten. Diese sind bspw. wiederum bei Sonnenauf- und -untergängen ziemlich praktisch.

Im Unterschied zu Pol- und Graufiltern können Verlaufsfilter jedoch nur sinnvoll als Rechteck- und nicht als Rund- bzw. Schraubfilter verwendet werden.


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Kameraeinstellungen

Nachdem nun die technischen Voraussetzungen im Hinblick auf die nötige Ausrüstung geklärt sind, geht es weiter mit den idealen Kameraeinstellungen.

Zeitautomatik vs. manueller Modus

Du solltest entweder im Zeitautomatik-Programm oder besser noch im manuellen Modus fotografieren.

Bei ersterem wählst Du die Blende und die Kamera wählt eine passende Belichtungszeit.

Bei letzterem legst Du sämtliche Einstellungen selbst fest.

Mit dem manuellen Modus hast Du jedoch mehr Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich der Lichtstimmung.

ISO-Wert

Über den ISO-Wert legt man die Lichtempfindlichkeit bzw. die Signalverstärkung des Kamerasensors fest. Je niedriger, desto weniger wird das auf den Sensor einfallende LichtBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] verstärkt und desto weniger Bildrauschen entsteht.

Bei der Landschaftsfotografie kannst Du die ISO-Empfindlichkeit getrost auf den niedrigst möglichen Wert einstellen (in der Regel 100).

Blende und Belichtungszeit

In der Regel ist das Ziel bei der Landschaftsfotografie, eine möglichst große Schärfentiefe zu erzeugen. D.h. ein möglichst großer Bereich des Bildes soll scharf abgebildet werden.

Idealerweise ist der Vordergrund durchgängig bis zum Hintergrund scharf abgebildet.

Die richtige Blende

Wähle daher eine kleine Blende im Bereich f/5.6 bis f/11.

Bekannte Faustregel bei der Landschaftsfotografie: Die Sonne lacht, Blende 8. 😉

Je kleiner die Blende, desto größer die Schärfentiefe.

Noch kleinere Blenden als f/11 solltest Du aber vermeiden, da einige ObjektiveBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] dann bereits Probleme mit Beugungsunschärfe und dem Autofokus haben. D.h. die Bildqualität nimmt ab einer gewissen Grenze ab.

Gegen größere Blenden spricht nichts, wenn Du gezielt mit Unschärfe arbeiten möchtest.

Beim nachfolgenden Foto habe ich die Blende bspw. absichtlich etwas größer gewählt, um die Blätter im Vordergrund unscharf abzubilden:

Die größere Blende bildet den Vordergrund hier bewusst unscharf ab.
Die größere Blende bildet den Vordergrund hier bewusst unscharf ab.

Die richtige Belichtungszeit

Nachdem Du den ISO-Wert und die Blende eingestellt hast, kannst Du die Belichtungszeit wählen.

Hier gibt es keine besonderen Regeln. Achte bei längeren Belichtungszeiten darauf, das StativBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] zu verwenden, um Verwacklungsunschärfe zu vermeiden.


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Das Histogramm als Hilfsmittel

Orientiere Dich am Histogramm Deiner Kamera und versuche möglichst den gesamten Histogrammbereich von links bis rechts abzudecken („Expose to the right“).

So hast Du später bei der Nachbearbeitung den größten Spielraum mit hellen und dunklen Bereichen.

RAW

Idealerweise solltest Du auch bei der Landschaftsfotografie im RAW-Format fotografieren.

So werden alle Bildinformationen unkomprimiert abgespeichert (im Gegensatz zum JPG-Format).

Später bietet das bei der Bildentwicklung entscheidende Vorteile.

Weißabgleich

Vorteil der RAW-Fotografie: Die Daten werden nicht nur unkomprimiert gespeichert, auch der Weißabgleich bzw. die Farbtemperatur lässt sich im Nachhinein völlig verlustfrei ändern.

Diese Tatsache ermöglicht es wiederum, den Weißabgleich bei der Landschaftsfotografie auf einen festen Wert einzustellen (bspw. „Tageslicht“ oder 3900K) und bei Bedarf nachträglich zu justieren.

So bleiben Deine Fotos vor Ort untereinander gut vergleichbar.

Stellst Du den Weißabgleich nicht auf einen fixen Wert, sondern belässt ihn im Automatikmodus, wäre die Farbtemperatur im ungünstigsten Fall auf jedem Deiner Fotos anders.

Bildstabilisator

Wenn Du mit StativBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] fotografierst, solltest Du unbedingt daran denken, den Bildstabilisator zu deaktivieren.

Er ist bei Verwendung eines Stativs in der Regel ziemlich nutzlos und verschlechtert im schlimmsten Fall sogar noch die Qualität Deiner Aufnahmen.

Lichtverhältnisse

Meide das harte Tageslicht.

Ich weiß, das geht leider nicht immer. – Jedoch entstehen die besten Fotos in der Regel frühmorgens oder spätabends.

Ich bevorzuge die goldene Stunde für meine Landschaftsaufnahmen.

Die Sonne steht dann schon sehr tief am Horizont und taucht die Landschaft in ein wunderbares, warmes LichtBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link]. – Das sieht auf den Fotos gleich viel besser aus, als wenn die Sonne hoch am Himmel steht.

Aufnahme während der goldenen Stunde: Der Name ist hier Programm. ;-)
Aufnahme während der goldenen Stunde: Der Name ist hier Programm. 😉

Bildkomposition

Nichts ist für Landschaftsaufnahmen so wichtig, wie eine gelungene und interessante Bildkomposition.

Im Wesentlichen verwende ich immer die gleichen Stilmittel: Führende Linien und die Drittelregel.


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Führende Linien

Führende Linien dienen in erster Linie dazu, den Blick des Betrachters gezielt in eine gewisse Richtung zu lenken. Richtig eingesetzt machen sie Bilder deutlich interessanter.

Drittelregel

Bei der Drittelregel wird das Bild gedanklich (oder mit Unterstützung der Kamera, Stichwort „Raster“) in 9 gleich große Quadranten mit insgesamt je 3 Zeilen und 3 Spalten unterteilt.

Ziel ist es, Bildelemente immer im Verhältnis 1:3, d.h. asymmetrisch, anzuordnen.

Beispiel 1: Himmel integrieren mit der Drittelregel

Bildkomposition mit Drittelregel: 1/3 Vordergrund (See), 2/3 Himmel
Bildkomposition mit Drittelregel: 1/3 Vordergrund (See), 2/3 Himmel

Wenn Du den Himmel besonders betonen möchtest, dann richte die Kamera (waagerecht!) so aus, dass der Vordergrund 1/3 und der Himmel 2/3 des Bildes einnimmt,

Beim Beispiel oben Verläuft die Sonne zudem im rechten Drittel des Bilds.

Beispiel 2: Kombination von Drittelregel und führenden Linien

Nebel im Nordschwarzwald: Kombination aus Drittelregel und führenden Linien
Nebel im Nordschwarzwald: Kombination aus Drittelregel und führenden Linien

Natürlich lässt sich die Drittelregel auch mit anderen Stilmitteln kombinieren.

Im obigen Bild nehmen die im Nebel versinkenden Bäume etwa 1/3 der Vertikalen ein, der Übergang vom Nebel in den blauen Himmel ca. 2/3.

Zudem folgt man beim Betrachten der Aufnahme beinahe zwangsläufig mit dem Auge der Bergkuppe, die ab einem gewissen Punkt im Nebel versinkt.

Beispiel 3: Kombination von Drittelregel und führenden Linien

Herbst im Nordschwarzwald. Führende Linie und Drittelregel sind hier kombiniert.
Herbst im Nordschwarzwald. Führende Linie und Drittelregel sind hier kombiniert.

Im dritten Beispiel habe ich den Weg als führende Linie ins Bild integriert.

Er zieht den Blick des Betrachters förmlich zur Sonne hin, die eine wichtige Komponente der Aufnahme darstellt.

Zudem nimmt auch hier der Vordergrund 1/3 des Bilds und der Himmel 2/3 ein.

Beispiel 4: Noch mehr führende Linien

Der Handlauf als führende Linie gestaltet das Bild wesentlich interessanter.
Der Handlauf als führende Linie gestaltet das Bild wesentlich interessanter.

In das letzte Beispiel habe ich ganz bewusst den Handlauf als führende Linie ins Bild integriert.

Vor Ort war das gar nicht so leicht. Ich wusste lediglich, dass ich irgendwie diese Hütte mit dem Sonnenuntergang kombinieren wollte.


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Nach einigem Experimentieren habe ich schließlich die ideale Kameraposition gefunden.

Im Ergebnis folgt man beim Betrachten automatisch dem Handlauf und empfindet die Aufnahme lebendiger und interessanter.

Zudem befindet sich die „Schiffstickets-Hütte“ exakt im linken Bilddrittel.

Hier gilt: Übung macht den Meister.

Mit etwas Routine wird Dir die Bildkomposition immer leichter fallen und irgendwann in Fleisch und Blut übergehen.

Fazit

Landschaftsfotografie ist im Hinblick auf die notwendige Ausrüstung ziemlich dankbar. Mit beinahe jeder Kamera lassen sich tolle Aufnahmen machen.

Wichtig ist insbesondere, beim richtigen LichtBei Amazon shoppen? Hier entlang...[Was ist das?Affiliate-Link] zu fotografieren und einige Grundregeln der Bildkomposition im Hinterkopf zu behalten, dann steht tollen Fotos nichts mehr im Weg!


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