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Partielle Sonnenfinsternis am 12. August 2026: Planung und Equipment für das Astrofotografie-Highlight des Jahres

Erstellt am 09.08.2026 von Hendrik
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Generalprobe vor Ort: In etwa so stelle ich mir die finale Bildkomposition vor

Am 12. August 2026 steht ein absolutes Astro-Highlight bevor: Eine tiefe partielle Sonnenfinsternis, die besonders in der süddeutschen Region für hoffentlich spektakuläre Motive sorgen wird. Mein Fokus liegt dabei auf den fotografischen Möglichkeiten für die Landschafts- und Low-Light-Astrofotografie am frühen Abend. Ich habe mir einige Gedanken zum Setup gemacht und bereits die Location ausgekundschaftet. Wie sich herausgestellt hat, ist dieses Foto gar nicht ohne und mit jeder Menge Herausforderungen verbunden. Dieser Beitrag beleuchtet die Planung, das benötigte Setup und die technische Umsetzung dieses Himmelsereignisses.

Das Event: Sonnenfinsternis trifft Sonnenuntergang

Während es beispielsweise in Spanien zu einer totalen Finsternis kommt, ist in Süddeutschland eine beeindruckende partielle Finsternis zu beobachten. Der Mond wird sich ab ca. 19:22 Uhr vor die Sonne schieben. Das Maximum wird gegen 20:15 Uhr mit ca. 90% Bedeckungsgrad erreicht.

Das Besondere an dieser Konstellation: Die Finsternis fällt direkt in die abendliche Dämmerung, da der Sonnenuntergang gegen 20:45 Uhr stattfindet. Die sich verdunkelnde Sichel wird tief im Westen stehen und zum Zeitpunkt des Maximums hoffentlich nicht mehr allzu grell am Himmel strahlen.

Die Wettervorhersage verspricht bisher einen wolkenlosen Himmel und somit beste Bedingungen.

Standortauswahl: Freier Blick nach Westen

Die Standortauswahl beeinflusst den Erfolg der Landschafts-Astrofotografie maßgeblich. Da sich das Spektakel extrem tief am Horizont abspielt, ist eine ungestörte Sicht Richtung West-Nordwesten absolut entscheidend.

Als optimaler Standort erweisen sich die höher gelegenen Rebberge der Region. Die Reben im Vordergrund bilden eine ideale Kulisse für die untergehende, verfinsterte Sonnensichel. Der erhöhte Standpunkt schützt zudem davor, dass Gebäude oder ferne Hügelketten das Motiv vorzeitig verdecken, bevor die Sonne gänzlich hinter dem Horizont verschwindet.

Das Kamera-Setup: Zwei Brennweiten für optimale Ergebnisse

Ich habe mir wirklich viele Gedanken im Vorfeld gemacht. Da ich die Sonnenfinsternis in ein Landschaftsfoto integrieren will, werde ich auf eine große Brennweite verzichten (zumal ich ohnehin keine brauchbare Linse für das Event hätte). Vielmehr setze ich auf die Komposition einer Normalbrennweite und eines leichten Tele und werde beide Fotos später in Photoshop zusammenfügen.

Setup 1: Der weite Landschafts-Blick

Für die klassische Landschafts-Astrofotografie kommt die Sony Alpha 7 III zum Einsatz. Hierbei stehen das Sony SEL55F18 oder das Standardzoom Tamron 28-75mm zur Auswahl.

  • Das 55mm-Objektiv bietet eine hervorragende Schärfe für einen detailreichen Vordergrund.
  • Das Zoom-Objektiv bringt hingegen die nötige Flexibilität mit, um den Bildausschnitt präzise an die genaue Position der Sonne über den Weinreben anzupassen.

Ziel dieses Setups ist es, die einmalige Lichtstimmung des Finsternis-Sonnenuntergangs inklusive der Landschaft in einer Weitwinkel- oder Normalperspektive abzulichten.Die finale Entscheidung für eine der beiden Linsen steht noch aus. Der erste Test mit dem Tamron war unter schwierigen Gegenlichtbedingungen noch nicht wie erhofft, sodass ich wahrscheinlich mit dem SEL55F18 ins Rennen gehen werde.

Setup 2: Close-up der Sonnensichel

Um das eigentliche astronomische Phänomen detaillierter abzubilden, eignet sich der APS-C Sensor der Sony Alpha 6400. Kombiniert mit dem lichtstarken Samyang 135mm ergibt sich durch den Crop-Faktor eine effektive Brennweite von knapp über 200mm. Mit dem Samyang habe ich insbesondere bei der Widefield-Astrofotografie bereits sehr gute Erfahrungen sammeln können.

Für die direkte Fotografie der Sonne wären zwar reine Sonnenfilter die beste Wahl, doch diese waren bereits langfristig ausverkauft. Ich werde daher mit einem ND1000 Filter an den Start gehen und schlage sämtliche Warnungen, dass Gefahr für meinen Kamerasensor besteht, in den Wind. 😎 Der Graufilter erlaubte mir bereits während meiner Generalprobe eine normalbelichtete Sonnenaufnahme und meine Kamera wurde auch nicht zerstört. 😉

Für den sicheren Blick in Richtung Sonne habe ich mir zudem bereits eine entsprechend zertifizierte Sonnenfinsternisbrille gekauft, auch wenn ich voraussichtlich eher am Display meiner Kamera kleben und keine Zeit haben werde, einen direkten Blick in die Sonne zu werfen.

Kameraeinstellungen und Bildentwicklung

Wie in der Low-Light-Fotografie üblich, ist der komplett manuelle Modus das Mittel der Wahl.

  • ISO: So niedrig wie möglich (z. B. ISO 100), um das Bildrauschen zu minimieren und den maximalen Dynamikumfang des Sensors zu bewahren.
  • Blende: Stark abgeblendet (ca. f/8 bis f/11) für eine optimale Schärfeleistung bei beiden Objektiven.
  • Belichtungszeit: Diese muss bei der Alpha 6400 an den starken ND1000-Filter angepasst werden. Ein Stativ ist für scharfe Aufnahmen Grundvoraussetzung.

Der immense Kontrast zwischen dem hellen Abendhimmel und der bereits stark abgedunkelten Landschaft beim Sonnenuntergang erfordert eine sorgfältige Nachbearbeitung. Ich werde die Aufnahmen der Alpha 7 III und der Alpha 6400 in Photoshop miteinander kopieren.

Details folgen, wenn die Bilder im Kasten sind.


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